Hallo Bikerfreunde,
hier der Bericht zum Allgäu-Ausflug 2008:
Lange haben wir warten müssen, bis es Ende Mai wurde. Am 29.05.08 beginnt unsere diesjährige Allgäu-Tour. Die Strecken für unsere Ausfahrten waren schon geraume Zeit ausgearbeitet, eine Stellprobe auf dem Anhänger verlief auch ordentlich. Den Hänger haben wir aber kurzentschlossen nicht gebraucht. Drei Motorräder und der Großteil unseres Gepäcks sollten mit dem Transporter nach Marktoberdorf gebracht werden, sechs Motorräder werden mit ihren Treibern selbst hinfahren und ein Fahrer wird beruflich bedingt schon auf uns warten.
28.05. - Die Vorfreude ist groß, wir verladen die drei Motorräder und unser Gepäck, sprechen noch kurz alles ab und verabschieden uns bis morgen.
29.05. - Es geht los. 7 Uhr wird am Parkplatz "Klein Erzgebirge" gestartet. Erste Station wird Eppendorf sein, da sammeln wir den sechsten Selbstfahrer ein. Dann aber los. Wir fahren über Tschechien – jetzt ohne Grenzkontrollen – was sehr viel Zeit spart. Über Cheb wieder nach Deutschland – natürlich nicht ohne noch mal den Tank voll zu machen. Das spart mind. 20 Cent pro Liter.
Gegen 16.00 Uhr treffen wir in Marktoberdorf/Kohlhunden ein. Wir sind zu Gast bei Familie Fuchs auf dem Bauernhof. Mit ca. 567 km im Hintern werden die Zimmer bezogen, sich frisch gemacht und dann geht's zum Abendessen zum Voglerwirt. Da wir diesmal selbst ein großes Auto mithaben, können wir auf ein Taxi verzichten.
30.05. – 7.30 Uhr ist Frühstück angerichtet. Ca. 8.30 Uhr Start Die erste Route, die wir schon lange vorher geplant haben, ist erst mal geplatzt. Das Timmelsjoch ist noch gesperrt. Doch nach St. Leonhard in Italien wird es trotzdem gehen. Wir fahren erst mal - entgegengesetzt unserer geplanten Route - über Innsbruck parallel der Brennerautobahn bis Sterzing. Beeindruckend auf dieser Strecke empfand ich den Blick auf die Europabrücke welche 1963 für den Verkehr freigegeben wurde und sich auf eine Länge von 675 m erstreckt.
Durch Sterzing fahren wir nach St. Leonhard über den Jaufenpass. Am Pass erleben wir einen Temperatursturz von 24°C auf 8°C, verbunden mit Hagel, Regen und starkem Nebel. Die Abfahrt hatte mit Spaß nicht viel zu tun. Während wir uns dann im Cafe stärkten, war sogar wieder Sonne da. Allerdings nur so lange wir nicht auf den Motorrädern saßen. Wir fuhren über Meran (weil ...
... Timmelsjoch noch zu) und Landeck wieder zurück.
In Deutschland wurde das Wetter auch wieder annehmbar. Wir waren in unserem Zeitplan weit nach hinten gerutscht und rückten noch mal beim Voglerwirt ein. Die Strecke dieses Tages betrug ca. 494 km.
31.05 - Heute ist eine kleinere Runde geplant und frühstücken ohne Hast gegen 8.00 Uhr. Geplant war Silvretta – aber auch das müssen wir knicken. Wir fahren los und merken schnell, das Wetter meint es nicht so gut mit uns. Wir beschließen "Richtung Sonne" zu fahren. Unser erstes Ziel ist der Plansee. Weiter geht es zum Fotostop am Kloster Ettal. Zur Mittagsrast rücken wir am Walchensee ein, bei Wenigen hatte sich der Hunger bereits auf die Laune ausgewirkt. Es bleibt zum größten Teil trocken und wir genießen die kurvenreichen Straßen der Alpen. Nur unser Wolle mußte die Tour nach wenigen ...
... Kilometern wegen technischer Probleme seines Bikes abbrechen.
Auf dem Rückweg kauften wir Schinken, Käse, Wurst und Brot – und waren für den Abend versorgt. Wir ließen diesen, trotz allem Sch...wetter, schönen Kurzurlaub bei einer Flasche Bier mit dem Bauer zusammen ausklingen. Diese Tagesetappe betrug ca.285 km.
01.06 - Kindertag – Die Heimfahrt steht bevor. Nach einem kräftigen Frühstückgeht es gegen 8.40 Uhr in den "Sattel". Tomik hatte uns eine wunderschöne Strecke ausgesucht und fuhr auch einen guten Schnitt, doch Temperaturen bis 32°C machten das ganze ziehmlich anstrengend. Wir fuhren auch zurück über Tschechien und tankten zum letzten mal in Chomutov. Was dann kam, war Schikane. Irgendwer hatte uns an der Grenze noch mal Hagel, Starkregen und Kälte geschickt. 580 km, 30°C und ...
Sonne, dann bis 12°C runter und auf der Straße vielleicht 6 cm Wasser. Zum Trotz habe ich die Regenkombi im Koffer gelassen. Die Rückfahrt hatte es mit 654 km noch mal in sich und ich lass das Motorrad eine Woche stehen.
Für das nächste Jahr besteht also noch Potential – mindestens beim Wetter - ich freu mich schon drauf!
Mitfahrende waren 2008:
Jörg Bohn, Ronny Dahten, Horst und Stefan Drichelt,Karli Findeisen, Tomik Gehmlich, Wolle Kühne, Andreas Lindner, Dietmar Schindler und Gastfahrer Klaus Hofmann